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Wiedereinführung der Frakturschriften

[26.04.05, di, 14:00]

So sieht die Überschrift in der Schrift Normal-Fraktur aus:

 

Rund 500 Jahre werden deutschsprachige Bücher in verschiedenen Frakturschriften gesetzt. (Sehen Sie auf meinen Bibelseiten in Fraktur gesetzte Bibeln aus mehreren Jahrhunderten).

1941 verbieten die Nationalsozialisten Frakturschriften, bezeichnen sie als "Judenletter".

Dadurch ließ sich das Verbot durchsetzen, und die deutsche Schrift verschwand aus Zeitungen, Büchern, wurde nicht mehr gelehrt.

Das Verbot, in Fraktur zu schreiben, gilt heute selbstverständlich nicht mehr, aber das Lesen von und Schreiben in Frakturschriften wird nicht mehr in der Schule vermittelt, Bücher in Fraktur nur noch in höchstseltenen Ausnahmen gedruckt. (Sehen Sie auf meinen Frakurseiten mehrer Frakturschriften und -alphabete.)

Nicht nur, daß immer weniger Menschen Fraktur lesen und schreiben bzw. setzen können, auch verschwindet Stück für Stück deutsches Kulturgut.

Was Arabern, Chinesen, Griechen, Indern, Israeli, Japanern, Russen und anderen Völkern möglich ist - in IHRER Schrift zu schreiben -, sollte auch Deutschen nicht nur ungehindert möglich sein, sondern auch (offiziell) unterstützt werden.

Deshalb bin ich für die Wiedereinführung der Frakturschriften.

 

Im folgenden lesen Sie den obigen Text in der Schrift Normal-Fraktur:


[27.04.05, mi, 10:00]

Mit Wiedereinführung der Frakturschriften meine ich nicht: Wiedereinführung des langen s oder Abschaffung der Antiqua-Schriften.

Oder so: Sehen Sie meine HTML-Seite mit langem s.

 

Ist nicht gewünscht, nicht nötig und wohl auch gar nicht möglich, weil a) Antiqua und langes s nur ein Kompromiß ist, weil b) Schreib- und ähnliche Maschinen zwar auch Fraktur schreiben können, aber nur unschön (gleicher Abstand der Buchstaben, obwohl verschiedene Abstände gebraucht werden), weil c) es immer schon Antiqua (lateinische Buchstaben) und Fraktur nebeneinander gab, meist sogar im selben Text.

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