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Virtueller Psychotherapeut

[28.08.02, mi, 16:52]

Oft spreche ich von meiner Homepage als meinen virtuellen Psychotherpeuten.

Im folgenden versuche ich ansatzweise zu erklären, wie er funktioniert.

 

Schreibe ich über Dinge, die mich belasten, fühle ich mich besser. Dabei ist die Wirkung stärker, als wenn ich jemand das gleiche erzähle.

Während ich schreibe, bekomme ich nicht selten eine neue Sichtweise auf diese Dinge, so als wenn das Nichtschreiben meine Sicht trübt, aber klarer wird, sobald ich durch Schreiben diese Schicht abgetragen habe.

Nach dem Schreiben gelingt es mir oft, neue Wege zu gehen.

Das bisher beschriebene funktioniert schon sehr viele Jahre, auch ohne meine Homepage. Ich schreibe seit meinem 12. oder 13. Lebensjahr.

 

Es gelingt mir jedoch besser, für mich verantwortlich zu sein, wenn ich eine schwierige Situation nicht nur aufschreibe, sondern auch veröffentliche.

Auch wenn meine Ansichten und Schlußfolgerungen niemand liest, habe ich jedoch das Gefühl, beim einem "Rückzieher" mein Ansehen zu verlieren.

Verspreche ich mir etwas mündlich, wirkt es nicht so stark, als wenn ich dieses Versprechen in meine Homepage veröffentliche.

 

Meine Homepage nutze ich auch, um Situationen zu simulieren. Bestimmte Seiten bzw. Dinge meiner Homepage stehen für bestimmte meiner Seelenteile, für bestimmtes Verhalten, bestimmte Ansichten usw.

Verändere ich die Konstellation dieser Seiten zueinander, "probiere" ich aus, wie es sein könnte, wenn ich veranlasse, die entsprechenden Seelenteile, das entsprechende Verhalten zu verändern.

So simuliere ich "Leben", bevor ich es lebe.

Einzelheiten zu erklären, fällt mir schwer, weil ich oft ausschließlich nach meinen Eingebungen und Gefühlen handle. Finde ich eine vorhanden Konstellation nicht gut, stelle sie um. Und während ich sie umstelle, wird mir klar, weshalb ich sie nicht gut fand, ich meine, was dieses Gefühl im Grunde in mir beschrieben hat, und was ich im wirklichen Leben tun sollte, damit ich mich besser fühle.

 

Selbstverständlich kann ich komplexe Vorgänge auch direkt bearbeiten, in dem ich mich beim öffentliche Schreiben in verschiedene Akteure teile, so als würde ich eine Geschichte schreiben, in der mehrere Personen vorkommen. Ich kann diese Geschichte aber auch schreiben, als würden mehrer Personen schreiben.

 

Im Grunde kann ich jede Situation darstellen und simulieren und gleichzeitig auch protokollieren.

Meine Homepage als Protokoll ist eine wichtige Funktion. Auch ich lebe ja im Jetzt und erinnere nicht unbedingt, wie ich mich vor gewisser Zeit gefühlt habe.

Ein einfaches Beispiel: Mein Laufen. Heute weiß ich nicht mehr, wie schwer mir die ersten Läufe fielen. In meiner Homepage kann ich über sie lesen.

 

Ich weiß nicht, ob Sie nachvollziehen können, was ich sagen will. Sicher ist nur, daß meine Homepage, so wie ich sie nutze und gestalte, auch in der nicht von allen gut gefundenen Offenheit, mir hilft, seelisch gesund zu werden und zu bleiben.


[21.03.2013, do, 14:25]

Auch heute noch praktiziere ich die oben beschriebene Methode hin und wieder.

Erst vor einige Zeit meldet ich eine neuen Domain an: timion.net. Ich wußte, ich würde sie nicht lange nutzen, aber was ich auf ihr machen würde, konnte ich nicht auf andreasthieme.net tun.

Nachdem ich es auf timion.net getan habe, zog wieder Ruhe in mir ein, und ich konnte das neue, was ich auf timon.net umgesetzt habe, auch auf andreasthieme.net umsetzten.

Wie oft ich auch in Norge meine Website umgebaut habe, kann ich nicht zählen. Hat aber jedes Mal mehr für meine Seele gebracht, als ich andreasthieme.net letztendlich sie umgestaltet hat.


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