Uhren | Davosa


Davosa Ternos Taucher – Test

[02.10.02, mi, 20:08]

Heute habe ich die Davosa Ternos Taucher, die ein Freund bei OnlineWatches bestellt hat, gesehen, in den Händen gehalten und getragen.

Die Uhr wurde am Donnerstag, 26.09.02, online mit der Zahlungsart "Vorkasse" bestellt. Am Freitag wurde das Geld überwiesen. Am Montag kam eine Bestätigungsmail: "Geld eingetroffen, Uhr ist abgeschickt". Am Dienstag, 01.10.02, ist die Uhr angekommen.

Als ich die Uhr nur kurz an Handgelenk sah, dachte ich: "Borr, eine Submariner!"

Als ich genauer hinsah, entdeckte ich die aufgeklebte Lupe über dem Datum. Wobei ich es auf einem Fotos, das eine Submariner schräg von der Seite zeigt, die Lupe ebenso aufgeklebt aussieht. In der Hand habe ich ein Submariner noch nicht gehalten, so daß ich mich leider an Fotos orientieren muß.

Dann die anderen Schriftzüge auf dem Zifferblatt. Ansonsten sah ich keinen Unterschied.

Wie genau die Uhr läuft, kann ich noch nicht sagen, weil sie erst seit einem Tag läuft. Heute habe ich sie mit ihrer Zeit verglichen: Sie geht 2 oder 3 Sekunden nach. Am Montag werde ich noch einmal vergleichen. Ich bin gespannt.

Die Uhr wurde noch nicht gewogen. Ich schätze, sie ist rund 100 Gramm schwer. Das finde ich aber nicht unangenehm. Meine Citizen Taucher Automatik (mit Metallarmband) mit ihren fast 150 Gramm ist mir manchmal zu schwer. Wahrscheinlich ist sie nicht schwerer, weil sie "nun" 100 Meter wasserdicht ist. Wenn man nicht gerätetauchen will, reicht das.

Und sie sieht viel besser als auf den Fotos aus!

Die Schließe hat jedoch nur wenige Verstellmöglichkeiten, so daß es sein kann, das Armband bei der Armband-Glieder-Anzahl x zu straff sitzt, obwohl die Schließe auf der weitesten Stellung steckt, bei der Anzahl x+1 jedoch zu locker ist, obwohl die Schließe auf der engsten Stellung steckt. In der Schließe sollten also weitere Möglichkeiten zum Strecken gegeben werden. Zumal sie bei der Submariner als auch bei der Sea-Dweller vorhanden sind.

Ähnlich knapp läßt sich übrigens die Schließe meiner Citizen Eco Drive Sports verstellen, wobei sie aber eine andere Art von Schließe hat, wo man im Gegensatz zur Schließe der Davosa nur noch ein weiteres Loch anbringen könnte.

Die Krone greift sich sehr gut. Wie sich die Davoas stellt, kann ich nicht sagen, weil ich die Krone nur gelöst, die Uhr aber nicht gestellt habe.

Im Dunkeln habe ich die Leutkraft der Zeiger und Indexe noch nicht getestet. Wir haben sie aber mit einen Taschenlampe angestrahlt, deren Batterien nicht mehr voll waren. Ich sagte, der schwache Strahl wird wohl nichts zum Leuchten bringen. Zu meinem Erstaunen leuchtete die Davosa jedoch.


[06.10.02, so, 18:32]

Die Davosa wiegt 122 Gramm. Ich habe sie für leicher gehalten, hatte sie auf rund 100 Gramm geschätzt.

Sie ist also rund 20 Gramm leichter als eine Rolex Sea-Dweller.

Bis jetzt, schreibt der stolze Besitzer, geht sie ziemlich genau, rund 10 Sekunden vor.

Morgen werden wir das genau überprüfen.


[07.10.02, mo, 19:18]

So genau ging das nicht. Ich hatte meine Uhr, mit der ich die 2 bis 3 Sekunden Nachgang festgestellt hatte, nicht mit. War aber nicht schlimm, denn sie ging inzwischen 5 Sekunden vor. Wie genau ging sie damals?

Mit der Atomzeit verglichen, ging die DTT heute rund 30 Sekunden vor.

Ich habe sie gestellt: Krone lösen, ganz herausziehen, warten bis die Zeiten stimmen, Krone reindrücken.

So schnell stellt sich eine digitale Uhr nicht: vielleicht springt sie richtig auf Null, vielleicht aber auch auf die nächste Minute.

Wenn wir die 30 Sekunden nehmen, die die DTT seit Mittwoch, 02.10.02, nachmittag bis heute nachmittag vorging, ging sie 6 Sekunden pro Tag vor. Die Uhr wurde seit Mittwoch jeden Tag tagsüber getragen.

Ist doch was, oder?

Beim Stellen hielt nicht nur der Sekundenzeiger, sondern auch Minuten- und Stundenzeiger an.

Wie sich die Uhr einstellen läßt, habe ich nicht ausprobiert, weil ich sie ja nur anzuhalten brauchte.

Toll finde ich, wie präzise man die Zeit durch die Form des Minutenzeigers ablesen kann.

Dann habe ich die Leuchtkraft der Uhr im Halbdunkeln überprüft.

Die Zeiger leuchten schwächer als die Indexe. Der stolze Besitzer meinte, am Ende der Nacht konnte er die Zeit aber noch im Dunkeln ablesen. (Mir ist aufgefallen, daß meine CTAM bei gleicher Lichteinstrahlung deutlich stärker leuchtete.)

Die Uhr war bereits in der Sauna und im Schwimmbecken. Beides hat sie ohne Probleme überstanden.

Im Grunde krisiert der Besitzer nur den Sitz der Uhr. Durch die Wölbung am Uhrenboden liegt die Uhr kipplig auf. Das ist aber bei Automatik-Uhren normal. Erst recht, wenn sie robuste Werke besitzen und 100 Meter und mehr wasserdicht sind.

Ansonsten ist der Besitzer ein freudiger. Ich bot ihm heute an, seine DTT gegen meine EDS zu tauschen. Er lehnte ab.


[08.10.02, di, 9:13]

Ich denke oft an die Davosa Ternos Taucher und bin beeindruckt.

Allein schon vom Werk ETA 2824-2. Daß es im einem der Rolex Submariner nachempfunden Gehäuse arbeitet, spielt keine Hauptrolle.


[09.10.02, mi, 12:11]

Gestern verglich ich die Zeit der DTT wieder an der mit der Atomzeit. Die DTT ging rund 5 Sekunden vor, seit sie einen Tag zuvor zur gleichen Zeit gestellt wurde.

Dann überprüfte ich die Schaltung des Datum.

Ungefähr 30 Minuten vor 24 Uhr bewegt sich das Datum ein sehr kleines Stück nach unten. Kurz (60 Sekunden bis wenige Sekunden) vor Mitternacht wechselt das Datum mit einem leichten, hörbaren Schlag.

Die Uhr stellt sich sehr präzise ein. Die Zeiger haben kein oder nur ein sehr kleines Spiel, wenn man die Krone von einer zur anderen Richtung dreht. Die Krone greift sich sehr gut, die Übersetzung ist so, daß ein genaues Einstellen leichtfällt.

Drückt man die Krone hinein, um die Uhr wieder zu starten, verändert sich die Position der Zeiger nicht. Ganz im Gegensatz zur Rolex Sea-Dweller, wie WatchTime.ch ausführt. Da die Submariner das gleiche Kaliber hat, vermute ich, die Zeiger der Submariner springen auch etwas, wenn man die Krone hineinschiebt.


Der freudige Besitzer findet immer mehr Gefallen an seiner DTT.

Der Träger hochwertiger Uhren ist von der Qualität beeindruckt. Er fragt sich, warum er für eine originale Submariner beziehungsweise Sea-Dweller das 16fache ausgeben soll. Er kann sich nicht vorstellen, daß er bei der täglichen Nutzung einen Unterschied sehen, spüren würde, der den Preis rechtfertigt.

Nicht an sich, sondern aus seiner Sicht betrachtet:

Allmählich gewöhnt er sich an das "Kippeln" der Uhr, das bei den Originalen wohl noch stärker ist, weil der Uhrenboden noch weiter herausragt. Die Verbindung der Armbandglieder sind nicht mehr so straff, das Armband paßt sich besser an.

An das Gewicht der Uhr hat er sich schneller als erwartet gewöhnt.

Die Lupe stört nicht mehr, sondern wird eher als angenehm empfunden: das Datum ist auch ohne genau hinzusehen gut zu erkennen.

Kurzum: Der freudige Besitzer ist noch freudiger - keine Chance auf einen Tausch!

OnlineWatches.de - bereite dich schon mal auf einen nächsten Käufer vor. ;-))


[17:20]

Eben habe ich das Ticken meiner Automatikuhren und dem der DTT verglichen.

Daß die DTT mit 28.000 A/h statt mir 21.800 A/h läuft, hört man. Die DTT schlägt deutlich schneller.

Der Sekundenzeiger der DTT läuft in so vielen Schritten, daß man kaum die Pausen erkennt. Im Gegensatz zur CTAM, bei der ich vier oder fünf Schritte pro Sekunde schätze.

Die Zeiger und Indexe der DTT leuchten auch im Dunkeln, wenn sie zuvor nur Tageslicht ausgesetzt waren. Zeiger und Indexe leuchten zwar unter gleichen Bedingungen deutlich dunkel als bei der CTAM, die Zeit kann aber trotzdem deutlich abgelesen werden.

Bei einem Unterschied zum Original bin ich sehr froh: Eine Rolex läßt sich nur durch einen Spezialschlüssel öffnen, die DTT durch einen, den wohl jeder Uhrmacher haben wird. Muß die DTT reguliert werden, kann das von jedem Uhrmacher getan werden, der es kann (und eine Dichteprüfung durchführt).


[07.11.02, do, 3:40]

Seit einigen Tagen trage und teste ich die DTT.

Gestern habe ich einige Fotos gemacht, so daß ich auch Einzelheiten wie die Lupe zeigen werde.

Außerdem teste ich die Ganggenauigkeit der Uhr über mehrere Tage.


[14.11.02, Do, 12:40]

Ich trage die Davosa Ternos Taucher jetzt eine Woche, mal einige Stunden am Tag, mal rund um die Uhr, ohne sie gestellt zu haben.

Sie geht rund 36 Sekunden vor, das sind 5,14 Sekunden pro Tag.

Meine Messungen ergaben keine lage- oder tragebedingten Unterschiede, die nicht auch Meßfehler gewesen sein könnten.


Ich bin mit der Davosa Ternos Taucher sehr zufrieden.

Kritisieren möchte ich nur zwei Dinge:

  1. An der Schließe sollten statt nur vier mehr Löcher zum Einstellen des Armbandes sein.
  2. Die Zeiger und die Indexe der Uhr sollten soviel Leuchtmasse haben, daß sie die ganze Nacht so stark leuchtet, als wären sie angestrahlt worden, nicht nach 1 bis 2 Stunden nicht mehr zu erkennen sein.

[21.10.2007, so, 15:00]

Wie geht es der Davosa Ternos Taucher nach fünf Jahren?

Mein Freund, der im Oktober 2002 die von mir getestete Davosa Ternos Taucher kaufte, trägt sie inzwischen nicht mehr: er hat sich eine mechanische Uhr, deren Gehäuse, Zifferblatt und Metallarmband mattschwarz sind, zugelegt.

Die Davosa läuft aber noch immer zuverlässig, wird jetzt von seinem Sohn getragen.

Zwischenzeitlich, irgendwann 2003 oder 2004, war die Uhr nur einmal beim Uhrmacher: die Unruhe wurde nachjustiert, weil die Uhr täglich etwas über 30 Sekunden, wenn ich mich richtig erinnere, vorging.

Vermutlich war die Uhr zu diesem Zeitpunkt eingelaufen und das Uhrwerk hatte den Punkt des geringsten Widerstandes erreicht. Seitdem verrichtet sie jeden Tag anstandslos ihre Arbeit und erfreut ihren neuen Besitzer.

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