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Tagebuch, März 2004

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Montag, 01.03.04

[01.03.04, mo, 13:15]

Habe eben meine Homepage neu struktruiert und werde mit meinen aktuellen privaten Seiten wieder offiziell online nicht, nicht mehr in einem Unterverzeichnis, von dem fast niemand weiß.

Warum auch immer: ich mag meine Homepage nicht, wenn ich sie verstecken muß. Dann würde ich sie lieber nicht fortführen.

Das gefällt mir aber auch nicht gefällt und ist nicht gut für meine Seele. Es muß einfach eine Platz geben, wo ich meinen ganzen Seelenkram, für den sich wohl eher niemand interessiert, abladen kann, ohne ihn verstecken zu müssen.

So wie ich Kopfschmerzen bekommen, wenn ich dicke Eier habe, so bekomme ich sie auch, wenn ich nicht ausreichend Platz für neue Gedanken und Gefühle habe.

Ich wäre gern anders, bin es aber nicht, und sollte das vielleicht als Nebeneinscheinung meine Produktivität und Kreativität sehen. Wer schnell statt langsam läuft, muß mehr atmen. Ist doch gar nicht so schwer zu verstehen, oder?

 

Ich bin gespannt, wann die ersten frustrierten Wichser wieder ihre üble Laune in meinem Gästebuch abladen...

Vorhin dachte ich, ich sein nur sensibler geworden und habe deshalb mal im Gästebuch von 2000 gelesen: Dort nicht weniger kränkende Einträge!

Ich habe aber keine Lust mehr, mich zu verstecken. Also gibt bei Angriffen keinen Kommentar oder einen saftigen!

Es ist meine Homepage, und ich muß hier zu niemanden nett sein.

Schon gar nicht, muß ich mir saublöde Anmache gefallen lassen.

Ich muß auch nicht immer versuchen zu verstehen, warum wer garade mal wieder ... Falls einen Monat Sendepause meiner Homepage diese Scheiß-Wichser nicht zu anderen Homepages getrieben hat und sie diese Zeilen lesen, sagen ich euch: ärgert ihr mich, werdert ihr einfach gelöscht oder bekommt von mir etwas zu hören, ohne rücksicht auf verluste ...

Sollte das nicht reichen und genügend abschrecken - es gibt ja genug Leute, die gern aufs Übelste beschimpft werden -, werde ich mein Gästebuch eben schließen bzw. Eintragungen nur vornehmen, nachdem sie per Mail angekommen sind.

Anonym wird ist dann nicht mehr! Wer was zu sagen hat, soll dazu stehen oder es runterschlucken!

 

So genug aufgeregt. Jedenfall zu diesem Thema.

 

Gestern mittag hat mir S. gemailt, obwohl sie nie wieder mit mir Kontakt haben wollte.

Beim Lesen mußte ich lachen. Sie schreibt, meine sehr unverschämte Mail an sie habe ich nur aus Neid geschrieben.

Aus Neid worauf?

Daß sie eine Frau ist und einen Super-Orgasmus bekommen kann? Daß sie griffe Brüste hat, die ich gern mal kneten würde, wenn ich kurz vorm Einschlafen bin?

Wäre bestimmt auch klasse, sich als Gute-Nacht-Geschichte bißchen am Kitzler rumzuspielen...

Ja, darauf bin ich neidisch.

Aber diesen Neid unterstellte mir S. nicht.

Sie schreibt:

Sicherlich erklärt die Tatsache, dass Du ein sehr neurotischer Mensch bist, bereits vieles, aber eben nicht alles. Ich bin mir sicher, dass hier ein ziemlich menschlicher Zug, nämlich Neid, Deine Worte bestimmt hat.

Die Kleine schreibt immer noch klasse!

Aber warum bin ich denn nun neidisch?

Seit wir uns 2001 kennengelernt haben, hat sich bei Dir nicht viel getan. Dass ich mit meiner Sucht zu leben gelernt habe, an der Uni weiterkomme, eine Beziehung habe und finanziell nicht so schlecht dastehe, ist pures Gift für Dich.

Wenn Du all die positiven Veränderungen in dieser Zeit bei mir sehen musst, wird Dir wohl klar, dass Du mit Deiner Selbstheilung einfach nicht wirklich voran kommst. Das deprimiert Dich.

Es steht mir nicht zu, Dir etwas zu raten, weil ich Deine, teils sehr wirren Gedanken nicht nachvollziehen kann. Professionelle Hilfe wäre wohl angebracht, aber die holst Du Dir ja nicht. Wie auch immer das weitergehen mag, ich wünsche Dir die Kraft, Dich aus Deinen eigenen Zwängen zu befreien, damit Du eines Tages doch noch ein glücklicher Mensch werden kannst.

Bitte mache Dir nicht die Mühe, mir zu antworten! Da ich das Thema hiermit für mich abgeschlossen habe, würde ich Deine Post nicht mehr lesen.

Ich weiß noch nicht, ob ich mich daran halte. Allerdings würde ich nicht das wiederholen, was ich hier schrieb, sondern etwas schreiben, was sie in ihren Ansichten bestätigt, damit sie das Thema "Andreas Thieme" endlich wirklich abhaken kannst.

Ich könnte schreiben:

Auch wenn ich mir das Eingeständnis schwerfällt, deine Analyse ist treffend: Ja, ich bin auf deine Erfolge neidisch, habe aber nicht das Selbstbewußtsein, das zuzugeben. Deshalb habe ich dich runtergeputzt. Ich konnte einfach nicht ertragen, daß du mir fast täglich Erfolge vorlebst, während ich mich immer nur im Kreis drehe und im eigenen Seelenkram immer weicher koche.

Sehr schön wäre es, wenn "Selbstbewußtsein" mehrmals im Zusammenhang mit meinem Schwächen im Text vorkommt. Das würde S. bestimmt sehr schmeicheln, hat das doch immer schon als Hauptgrund für unsere Konflikte gesehen.

Allerdings weiß ich nicht, ob ich auf ihre Mail antworte.

 

[15:02]

Warum ich nicht auf S. neidisch bin, liegt nicht daran, daß ich einen Kitzler habe ;-)), sondern daran, daß ich S.s Sucht nicht haben, nicht auf ihre Weise mein Geld verdienen möchte sowie ihre Art zu leben auf keinen Fall mit meiner tauschen würde.

Für sie mag das alle in Ordnung sein und sie glücklich machen, mich würde es jedoch sehr frustrieren.

Ich beneide S. noch nicht mal für ihre Erfolge an der Uni, weil mir der Preis, den sie bezahlt, zu hoch wäre.

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Dienstag, 02.03.04

[02.03.04, di, 15:00

Meine Unterlagen für das Sommersemester 2004 sind eingetroffen.

Als Studentenausweis und Semester-Ticket gibt es dieses Mal eine Chip-Karte, die ich Ende März abholen muß.

 

[16:30]

Habe meine aktuellen privaten Seiten wieder "unsichtbar" gemacht.

Außerdem habe ich noch einen Ort eingerichtet, an dem ich etwas vollkommen abgeschirmt ausprobieren kann, über das ich aber noch nicht sprechen will.

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Mittwoch, 03.03.04

[03.03.04, mi, 11:22]

Habe meine Homepage wieder umgebaut.

Es ziemlich hin und her in den letzten Tage.

Ob es mir paßt oder nicht: wenn ich etwas zu sagen habe, muß ich es sagen, ein andere wird nicht für mich sprechen.

Schon gar nicht für mich Leben und meine Schwierigkeiten meistern.

Also, dann mal los ...

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Freitag, 05.03.04

[05.03.04, fr, 11:24]

Ein junger Mann schrieb mir sehr anschaulich von seiner Liebe zu einem jungen Mann.

Gestern abend schief ich mit dem Gedanken ein: sehr lecker!

In der Nacht träumte ich von meiner Schulfreundin Ramona, die ich nie mehr als platonisch liebte, wenn auch sehr stark.

Im Traum berührte sie mich mit beiden Händen sehr zart im Gesicht und küßte mich auf den Mund.

Das war sehr, sehr angenehm!

 

Jetzt frage ich mich, ob meine Partnerinnen nicht zärtlich genug zu mir gewesen sind?

Ja, das finde ich! Aber ich kann doch niemand zwingen. Und ich will es auch nicht.

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Montag, 08.03.04

[08.03.04, mo, 18:00]

Eben hatte ich einen Traum:

Ich gehe zurück in meine Kindheit, um etwas in Ordnung zu bringen, was mit nicht gefallen oder geschadet hat.

Nachdem ich einige Zeit wieder in der Gegenwart war und wieder in meine Kindheit zurück will, um noch etwas in Ordnung zu bringen, lande ich plötzlich in der Gegenwart mit dem Geganken: es ist alles in Ordnung gebracht, du braucht keine Zeitreise mehr zu unternehmen, um Fehler zu korrigieren.

Schön!

Aber weshalb bin ich dann noch auf dieser Welt? Soll ich die nächsten Jahrzehnte meine Erfolge genießen?

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Dienstag, 09.03.04

[09.03.04, di, 17:00]

Heute habe ich meinen Wohngeld-Wiederholungs-Antrag auf der Wohngeldstelle abgegeben.

Ich war so gut vorbereitet bzw. man hat mich so nachsichtig behandelt, daß ich keine Unterlagen nachreichen muß.

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Mittwoch, 10.03.04

[10.03.04, mi, 12:00]

Seit Tagen sehe ich keinen Sinn in meinem Leben.

Nachdem ich mich von vielen meiner seelischen Fresseln befreit habe, ist die mich seit vielen Jahren antreibende Lebensmotivation aufgebraucht.

Immer habe ich um etwas gerungen. Das hat mir Energie verleiht. Nun sind meine Ziele erreicht, und keine neue Energie wird produziert.

Soll ich jeden Morgen aufstehen, damit ich mir bald wieder ein Auto kaufen kann? Was soll ich mit einem Auto!

Soll ich jeden Morgen aufstehen, um mein Studium zu beenden? Damit ich dann in einigen Jahren ein weitere arbeitsloser Diplom-Psychologe bin?

Was auch ich wählen könnte, um meinem Leben einen Sinn zu geben - es interessiert mich nicht besonders, weil ich es schon gemacht habe oder weil ich mir davon nichts verspreche, was den Aufwand lohnt.

 

So geht es mir seit vielen Tagen schon ...

Zwar habe ich so eine Ahnung, daß ich mich in einem Übergang befinde - von einem Leben zu einem anderen -, kann mich aber nicht zum Abwarten motivieren.

Dann habe ich heute morgen wieder mal an Gunter von Hagens' Körperwelten gedacht ... und gleich die Homepage besucht.

Plötzlich sagte etwas in mir: Es wäre toll, wenn du ein Plastinat werden würdest - dann bleibt auf Ewig etwas von dir!

Vielleicht, dachte ich, sollte ich der bis dahin älteste Mensch werden, aus dem ein Plastinat wird!

Endlich habe ich wieder eine Sinn, weiterhin auf dieser Welt zu sein!

 

Diese Begründung, durchzuhalten, ist wohl etwas abgehoben, aber es ist eine. Endlich.

Mit ihr kann ich die Zeit überbrücken, bis sich mit eine andere, die aus meinem neuen Leben entspringt, bietet.

 

Vorhin habe ich schon mal etwas Gymnastik gemacht, damit ich kein Schlaffi-Plastinat werde. ;-)

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Donnerstag, 11.03.04

[11.03.04, do, 13:15]

Heute morgen wog ich den dritten Tag hintereinander 105 Kilo!

Am Verschlingen von Schokolade und Eis kann es nicht liegen: seit fast zwei Wochen habe ich weder das eine noch das andere gegessen.

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Freitag, 12.03.04

[12.03.04, fr, 11:00]

Gestern und vorgestern um diese Zeit habe ich etwas Gymnastik gemacht.

Dazu gehörte auch Kniebeuge, Liegestütze und Situps.

Scheinbar habe ich es etwas übertrieben: Heute habe ich leichten Muskelkater und werde nur meine Muskeln dehnen.

 

[18:00]

Einige Übungen habe ich doch noch gemacht.

Kniebeuge und Situps könnte ich wie an den Vortagen ausführen. Liegestütze nicht. Nach zwei Stück schaffte ich keinen mehr. Eigenartiges Gefühl, wenn die Muskeln nicht mehr können.

Wundert mich bei Liegestützen aber nicht, habe ich durchs Laufen doch nur meine Beinmuskeln, jedoch nicht die der Arme trainiert.

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Samstag, 13.03.04

[13.03.04, sa, 13:48]

Gestern habe ich ein neues Musikstück eingespielt.

Bisher heißt es 040312. Wie auch sonst ;-).

Das letzte spielte ich am 19.12.03 ein. Es heißt: 031219. Wie auch sonst ;-).

 

[13:55]

Die letzten Tage fühlte ich mich nicht gut.

Jahrelang war mein Lebensantrieb mein Wunsch, seelisch gesund zu werden und mich endlich (wieder) glücklich zu fühlen.

Nachdem ich mein Ziel zu großen Teilen erreicht habe, habe ich meinen Lebensantrieb verloren.

Ich fragte mich sehr intensiv: Was willst du eigentlich auf dieser Welt? Und fand keine Antwort.

Alles, was ich mich als Lebensziel vorschlug, hatte ich bereits oder interessierte nur kurzzeitig, konnte mich aber nicht mehrere Tage motivieren.

Das ging seit vielen Tagen so.

 

Gestern fühlte ich mich sehr, sehr schlecht.

Warum kann ich nicht genau sagen, aber gegen 18 Uhr versuchte ich meine Gefühle "hörbar" zu machen.

Ich spielte über anderthalb Stunden, löschte einiges, ordnete chronologisch: was ich dann hörte und sah, war wenig erbaulich.

Kein Wunder, sagte ich mir, ich fühle mich ja auch erbärmlich.

 

Dann begann ich Stücke hinzuzuspielen.

Als ich gegen 1 Uhr ins Bett ging, hatte ich dem Trostlosen etwas abgewonnen und durch Hinzugeben von "Es hilft ja nichts" meinem Zielloses einen Sinn gegeben, und am Schluß sogar etwas Selbstironie, so daß ich am Ende des Stücke bereit war, es von Anfang an noch einmal zu hören.

 

(Teile des Titel 040312, über den ich hier schreibe, können Sie auf meiner Musikseite herunterladen: Meine Musik.)

 

Heute vormittag dachte ich dann: Vielleicht ist es zur Zeit mein Lebenssinn, die Umstellung auszuhalten und abzuwarten, bis sich mir neue Ziele stellen.

 

[14:15]

So denke ich immer noch: Ich habe, was mich mein bisheriges Leben antrieb, abgeschafft, deshalb bin ich jetzt ohne Antrieb. Glücklich und frei wie noch nie, aber auch ziellos.

 

Ich protokulierte das Ziel- und Sinnlose und gab meinem Leben dadurch einen Sinn und ein Ziel.

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Sonntag, 14.03.04

[14.03.04, so, 9:31]

Die Dateien 040312_*.mp3 sind übertragen -> Musik.

 

[11:13]

Mein neues Stück finde ich super!

Besonders das Gesamt-Stück. Es erzählt eine musikalische Geschichte ohne Pause 92 Minuten lang!

Ich mag lange Geschichten!

 

[16:30]

Ich notierte:

Lange Musik muß sein! -> wie bei schnellem Tanz.

Was "-> wie bei schnellem Tanz" bedeutet, weiß ich nicht mehr.

Ah, jetzt fällt es mir wieder ein: erst wenn ein schneller Tanz lang genug ist, bringt er dem Tänzer berauschende Gefühle.

Ich bin einfach nochmal den damaligen Weg meiner Gedanken gegangen.

 

Wobei das wohl auch für langsame Tänze gilt ...

 

[18:15]

040312 -> EIN IRRER GUTER TITEL!

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Dienstag, 16.03.04

[16.03.04, di, 1:00]

Seit ich gegen 22 Uhr ins Bett gegangen bin, beherrscht mich folgender Gedanke:

Ich glaube, ich beende mein Psychologie-Studium, bevor ich es absolviert habe.

 

[10:00]

Ich hatte einen Taum:

Ich bin in der Schule und sage einer Lehrerin, etwas, damit etwas besser wird, und traf auf Verständnis.

Was ich sagte, erinnere ich nicht mehr. Was ich sagte, ist wohl auch nicht so wichtig, sondern daß ich es sagte.

 

[20:00]

Ich habe meine Homepage umgebaut.

Die Fassung vom 31.01.04, die bisher im Hauptverzeichnis lagerte, habe ich ins Unterverzeichnis /040131/ verschoben.

Im Hauptverzeichnis liegen jetzt nur noch wenige Dateien.

Sollten Leser durch Suchmaschinen-Links auf Seiten im Hauptverzeichnis zugreifen wollen, die jetzt nicht mehr dort lagern, werden sie über eine HTML-Datei, die bei auftretenden Fehler 404 aufgerufen wird, zu Dateien im Unterverzeichnis /040131/ geleitet.

Leider ist die Weiterleitung nicht eins zu eins, sondern nur indirekt.

Also von andreasthieme.de/uhren.html wird nicht direkt nach andreasthieme.de/040131/uhren.html weitergeleitet, sondern nur zu den Seiten Inhalt, Lister alle Seiten, Hilfe und Kontakt im Unterverzeichnis /040131/ bzw. zur Startseite im Hauptverzeichnis.

Ich hoffe, meine Leser werden sich damit zurechtfinden.

Für mich bietet der Umbau den Vorteil, eine komplexere Homepage bei weniger Aufwand gestalten und warten zu können.

Das ist genau das, was ich jetzt brauche, um mein gutes Leben fortführen und gleichzeitig neue Herausforderungen annehmen zu können.

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Mittwoch, 17.03.04

[17.03.04, mi, 5:30]

DSL funktioniert nicht.

Mein DSL-Modem synchronisiert nicht. Ich hab keine Ahnung, warum. Gestern abend (23:45 Uhr) funktionierte alles noch.

 

[6:41]

Ich habe die Telekom-Störungsstelle angerufen und die Störung gemeldet.

 

[10:30]

Heute morgen laß ich vorm Einschlafen im Statistik-Lehrbuch die ersten Seiten.

Was dort geschrieben steht, erscheint mir alles sehr einleuchtend. Teilweise ist etwas geschwollen geschrieben, aber das muß wohl in Lehrbüchern so sein, oder?

Während meines Nach-Zeitungstour-Schlafes hatte ich folgenden Traum:

Ich besuchte meine Schulfreundin Ramona, die in Berlin über der Kneipe wohnte.

Als ich sie abholte, fragte sie: Wieso kommst du jetzt schon? Ich denke, du mußt auf den Störungsdienst warten.

Ich sagte, die brauchen zur Zeit nur mein eingeschaltetes Modem, nicht mich.

Ramona sah auf ihre Armbanduhr und sagte: Oh, es ist ja noch vor 12 Uhr. Dann haben wir ja ganz viel Zeit!

Dann wachte ich auf.

Borrr, war das ein Traum!

Eigenartig ist:

  1. Ramona wohnte nie über einer Kniepe, aber ich, als meine Mutter und ich in Crimmitschau wohnten.
  2. So etwas zu träumen, nachdem ich im Statistik-Lehrbuch las, was mir normalerweise Alpträume bringt.

 

[11:10]

Ich habe mal mein altes DSL-Modem, das eine Netzwerkkarte braucht, eingebaut. Es synchronisiert auch nicht. Also liegt der Fehler wohl nicht an meinem USB-DSL-Modem.

 

[11:43]

Habe die Störungsstelle noch einmal angerufen.

Die Verbindung bis zu meinem NTBA ist in Ordnung, hat man gemessen. Wenn ich das richtig verstanden habe.

Der Splitter könnte kaputt sein. Das kann ich mir aber nicht vorstellen. Er ist zwischen Telefondose und NTBA geschaltet. Dann müßte nicht der ganze Splitter kaputt sein, sondern nur etwas in ihm.

Na ja, ich bin gespannt ...

14 bis 16 Uhr wird sich ein Techniker bei mir melden.

 

[12:26]

Habe von GMX eine Mail erhalten.

Bei Beginn des nächsten Abrechnungsmonats wird aus dem Tarif DSL 1000 zum gleichen Preis DSL 2000.

Damit kann ich dann für 3,99 Euro einen Traffic von 2000 MB statt von 1000 MB verursachen.

 

[14:07]

Der Techniker hat angerufen.

Nach einigen Fragen, sagt er, es müßte eigentlich alles in Ordnung sein. Er wird noch einiges überprüfen und später noch einmal anrufen.

 

[14:37]

Der Techniker hat angerufen.

Seine Frage, ob das Modem synchronisiert ist, kann ich bejahen.

Ich frage, wo das Problem war. Er sagt, eine Platine hat gehangen.

Also war lag das Problem nicht in meiner Anlage, sondern in der der Telekom.

 

[18:05]

Auf meinem Nachmittagsschlaf bin ich erwacht, weil unter mir super blöde Musik gedröhnt hat.

Der Herr hat wohl wieder schlechte Laune ...

Gestern abend hat er laufend jemand angebrüllt und Ermahnungen wie "Mach die Augen auf!" ausgestoßen, aber keine Antwort erhalten. Jedenfalls habe ich keine gehört. Vielleicht hat er einen Hund zusammengeschissen oder mit sich selbst gesprochen.

War jedenfalls sehr nervend und ließ mich lange nicht einschlafen.

Und jetzt diese saublöde Musik ...

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Donnerstag, 18.03.04

[18.03.04, do, 7:00]

Heute habe ich verschlafen.

Ich kann mich gar nicht erinnern, wann ich das letzte Mal den Wecker überhört habe, einfach überhört habe.

Habe aber vor dem Aufwachen sehr schön und sehr wild geträumt.

Bis ich, im Traum, nackt in einen großen Duschraum trat und den Männer und Frauen zur Begrüßung entgegenrief: Laßt uns man wieder richtig die ganze Nacht durchficken!

Das war mir wohl selbst im Traum zuviel, denn ich wachte nach diesem Satz auf. Es war 4 Uhr 55. Halb vier wollte ich aufstehen.

 

Ich weiß gar nicht, warum ich das im Traum sagte.

Ich meine, selbst wenn ich mal wieder mit einer Frau schlafen sollte, muß ich doch nicht die "Öffentlichkeit" zu Ausschweifungen animieren und mich als "Vorreiter" anpreisen. Ich hab keine Angeber, nur Leute, die ihre Versprechen auch halten können.

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Samstag, 20.03.04

[20.03.04, sa, 7:00]

MAX fährt nach Istanbul! - Ich werd verrückt!

Der Mann hat eine Stimme, nicht zu fassen!

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Montag, 22.03.04

[22.03.04, mo, 11:00]

Heute morgen wollte ich wieder einmal in einer Tageszeitung lesen.

Große Auswahl habe ich an kostenlosen Exemplaren ja nicht mehr ...

Als ich las:

Frau starb nach Kollision mit Baum.

Dachte ich: Oh, eine Frau ist gegen einen Baum gerannt ... Aber nein, man meinte, sie prallte mit ihrem Auto gegen einen Baum und verstarb an den Folgen.

Da hat es mir schon wieder gereicht, und ich habe lieber in meinem Lieblings-Psychologie-Buch "Klinische Psychologie" von Davison und Neale gelesen.

[Anmerkung am 29. Dezember 2019, so, 20 Uhr 21: Das Buch hab ich in einem Wutanfall entsorgt. Ich war sauer auf mich, weil ... ich so krank bin und das Buch mir nicht geholfen hat? Wie hätte das buch mir auch helfen können! - Heute habe ich ein gebrauchtes Exemplar gekauft.]

Nachdem ich gestern - am Sonntag! - über Neurosen und deren Behandlung las, wollte ich mich heute mal über Schizophrenie informieren.

Vorweg: Wenn ich alles richtig verstanden habe, bin ich nicht schizophren, sondern nur neurotisch!

Darüber bin ich sehr froh!

Bisher glaubte ich, Schizophrenie sei hauptsächlich Seelenspaltung, ist aber im Grund das, was man allgemein als Wahnsinn bezeichnet.

 

Ich frage mich gerade, wie ich darauf komme.

Frauen, die als schizophren diagnostiziert wurden, sagte mir, sie seien es, weil sie Stimmen hörten, die nichts mit ihnen zutun hätten, aber doch irgendwie in ihnen waren.

Der Duden gibt verschiedene Erklärungen für Schizophenie:

 

Was die letzten Tage passierte:

Freitag, 19.03.04: nachdem ich den ganzen Donnerstag 103 Kilo wog (war schon wieder auf 105), wachte ich am Freitag mogen mit folgendem Gedanken auf: "Wenn ich jetzt schneller als Vati abnehme, gibt es wieder Ärger!"

Das sind noch immer die Nachwirkungen seines "Angebotes", ein Teil meiner Krankenkasse zu bezahlen, wenn ich denn endlich mal mit dem Studium weiterkomme.

Ich habe ihn nie gebeten, sich an meiner Krankenkasse zu beteiligen.

Vielleicht hat er nicht verwunden, daß ich nicht zu blöd bin, eine günstige Krankenversicherung zu finden, wie er vermutete, sondern daß es keine billigere für mich gibt, wie er einsehen mußte, nachdem er bei seiner Krankenkasse war und sich dort wie ein Arsch hat abfertigen lassen. ;-).

So war er früher laufend. Das hat mich dazugebracht, mich blöd zu stellen, um seinen Jähzorn nicht heraufzubeschwören.

Diese aufgerissene seelische Wunde hat mich so wütend gemacht, daß ich den ganzen Freitag nur eins dachte: KAMPFANSAGE!

Das bedeutet auch, mit harten Einsatz vorzugehen.

Wen er nicht begreift, was ich ihm die letzten Jahre erklärt habe, dann muß ich eben die harte Methode anwenden.

Die versteht er. Die hat er schon verstanden. Mehrmals.

 

Samstag, 20.03.04, 7:00: Nach der Zeitungstour denke ich:

Ich will keine Kampfansage mit Haß. Ich will mich nicht unterkriegen lassen, will aber auch nicht wieder hassen.

Ich suche nach einer Lösung, mich nicht immer wieder von meinen Vorhaben abbringen zu lassen, ohne mich zu verhärten oder auf dem Leben zurückziehen zu müssen.

 

Sonntag, 21.03.04, Nachmittag: Ich lese in meinem Lieblings-Psychologiebuch über Neurosen.

Neurosen finde ich irgendwie "witzig": da hat man Angst vor etwas, was es nicht mehr gibt, läßt sein Leben von etwas bestimmen, was man sich einbildet.

Ich habe ja nur geträumt, daß es Ärger gibt, wenn ich schneller als mein Vater abspecke. Vielleicht würde ich aber auch sein Vorbild.

Außerdem hat er schon oft gesagt, ich ihn nicht immer so ernstnehmen.

Finde ich zwar riesig blöd, wenn jemand etwas sagt, was er gar nicht so meint, aber er hat sich damit schon für noch ausgeschehene "Verletzungen" entschuldigt.

 

Nachdem ich eine Weile über Neurosen und ihre Behandlung las, wurde aus"Kampfansage ohne Haß" eine neues Motto: "Angst macht Spaß"! ;-)) :-))

Habe ich Angst, abzuspecken, weil ich denke, es könnte Ärger mit meinem Vater geben, dann nehme ich erst recht schneller als er ab und genieße die Angst, die ich habe!

Habe ich Angst, eine Dozent könnte wieder einige meiner alten seelischen Wunden aufreißen, freue ich mich darauf, denn Angst zu haben, macht Spaß!

 

Das finde ich wirklich sehr witzig! Ich sitze vor dem PC und meine Bauch wackelt, so doll lache ich.

Heute habe ich auch schon mal meinen neuen Spaß ausprobiert: als ich an der Uni war und meinen Studentenausweis abholte.

Ich wollte das eigentlich solange wie möglich hinausschieben, weil ich mich unter Studenten nicht so richtig wohlfühle ... Wundert ja auch nicht, bin ich doch eine andere Generation: die meisten Studenten könnten meine Kinder sein ... Aber, ich sagte mir, Spaß muß sein, und so billig bekomme ich ihn heute nicht. ;-)) :-))

So schlimm war es dann gar nicht. Ich habe jetzt beim Schreiben mehr Spaß als heute mittag an der Uni.

 

Das ist die letzten Tage passiert.

Es waren sehr schwere Tage. Noch am Freitag glaubte ich nicht, für die anstehenden Probleme eine Lösung zu finden, die mir gefällt.

Das ist wichtig: irgendeine Lösung interessiert mich nicht.

Das macht alles auch immer wieder so schwer: ich will nicht nur meine Probleme lösen, sondern auch noch auf meine Art!

Damit mache ich mir mein Leben nicht einfacher, aber schöner.

Dadurch wird es wohl überhaupt erst MEIN Leben.

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Dienstag, 23.03.04

[23.03.04, di, 12:00]

Auch wenn mir zur Zeit meine Neurosen nicht belästigen - schade, denn ich habe viel Spaß durch sie ;-)) -, habe ich schlecht geschlafen.

Nachts konnte ich nicht richtig schlafen, weil mein Magen etwas wehtat und zusätlich man in der Wohnung unter mir aktiv war.

Nach der Zeitungstour konnte ich nicht richtig schlafen, weil man wiederrum in der Wohnung unter mir wieder sehr aktiv war.

... Irgendwann muß der Typ doch auch schlafen, oder?

Jetzt bin ich jetzt ziemlich mißgestimmt, obwohl eigentlich alles stimmt. ;-)

 

[14:10]

Außerdem sind mir die Wetterumschwünge auf den Magen geschlagen: ich habe eine leichte Magenschleimhautentzündung.

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Mittwoch, 24.03.04

[24.03.04, mi, 10:36]

Heute habe ich drei Stunden verschlafen!

In der gestrigen Nacht bin ich vor dem Weckerpiepen mehr mals munter geworden, weil es in der Wohnung unter mir zu laut war.

Heute nacht habe ich, ohne es mir vorgenommen zu haben, meine Geräuschschwelle gesegt. Dadurch konnte ich durchschlafen, habe aber auch den Wecker überhört.

Nicht unbewußt ausgeschaltet oder gar nicht gestellt, sondern einfach überhört.

Aufgewacht bin ich erst halb sieben, als ich mit meiner Arbeit schon lange hätte fertig sein müssen.

Jetzt hört der Spaß auf!

 

Ich hab also zum beim Herren in der Wohnung unter mir. Nach bevor ich an seiner Wohnungstür war, hörte ich deutlich, was im Radio oder Fernsehen gesagt wurde.

Das ist keine Zimmerlautstärke!

Er sagte, er sei eingeschlafen und hätte vergessen den Fernseher auszumachen.

Aber hallo!

Ich sage, ich ja kein Problem, wenn du die ganze Nacht Fernsehen guckst, aber eben nicht so laut.

Selbstverständlich würde er in Zimmerlautstärke hören ...

Wenn ich hier draußen deutlich bei geschlossener Tür deutlich verstehe, was im Fernsehen gesagt wird, ist das keine Zimmerlautstärke. Du kannst dir das gern nochmal bei mir oben anhören...

Ich deine Keimbude gehe ich nicht noch mal ...

Mußt du ja auch nicht, du brauchst nur deinen Fernseher leiser zu machen. (In seiner Hütte sieht es soviel besser übrigens auch nicht aus.) Es geht aber nicht, daß ich nicht schlafen kann und dann verschlafe und zu spät auf arbeit kommen.

...

Irgendwann hatte sich das Thema für ihn erledigt. Er wollte dir Tür schließen.

Ich hielt die Tür auf und sagte: Hör mal, ich komme zu dir, um das zu klären...

Dann ging es los ... Er hat irgendwann von Psycho-Spinner zu mir gesagt, ich solle doch zu meiner Mutter fahren und mich dort ausheulen ...

... Ich bin ja froh, daß ich zum Schlagen zu blöd bin, keine entsprechenden Reflexe habe, sonst wären ihm weitere Zähne aus der Fresse geschlagen worden!

Für ihn und seine häßliche Fresse wäre es nicht schlimmer geworden, aber für mich.

Am liebsten hätte ich diesen Wichser allegemacht!

Das Maß ist voll! Wenn ich nicht mehr ordentlich Geldverdienen kann, hört der Spaß entgültig auf!

Ich brülle ihn an: Wenn ich das nächste Mal nicht schlafen kann und wieder zu spät zur Arbeit komme, ist alles zu spät für dich!

 

Ich hoffe, es wird nicht soweit kommen. Wenn ich mich völlig vergesse, richte ich genug Schaden auch, auch ohne aufs Kämpfen trainiert zu sein.

Ich wollte auch nicht ausrasten, aber dieses Arschlosch geht mir seit vielen Monate so auf den Nerv, daß mir einfach die Sicherungen durchgebrannt sind.

Zum Glück nicht völlig.

 

Der andere, ebenfalls betroffene Mieter und ich haben dann, nachdem ich beim Vermieter angerufen und mich beschwert habe, ein Schreiben aufgesetzt, das wohl schon im Briefkasten liegt.

Und da der Wichser unterwohl wohl auch schon auf meiner Homepage war - wie kommt der sonst auf Psycho? -, kann er auch das abgeschickte Schreiben online lesen:

Betreff: Ruhestörung durch überlautes Fernsehen

Sehr geehrte Damen und Herren!

In den Nächten 22./23. und 23./24. März 2004 hat Herr B. durch überlautes Fernsehen die nächtliche Ruhe gestört, so daß eine durchgängige Nachtruhe nicht möglich war.

Neben der Belastung durch verspätetes Einschlafen und mehrmalige Schlafunterbrechung, von der Familie X und ich gleichermaßen betroffen sind, wird für mich die Ruhestörung deshalb sehr problematisch, weil ich heute extrem verschlafen habe und meine Arbeit (Zeitungenaustragen) erst 3 Stunden später beginnen konnte.

Eine Aussprache mit Herr B. heute morgen gegen 8:15 Uhr hat zu keinem befriedigenden Ergebnis geführt.

Nach seiner Auffassung läuft sein Fernseher mit Zimmerlautstärke. Daß man aber auch vor seiner Wohnung bei geschlossener Wohnungstür deutlich verstehen kann, was im TV gesagt wird, ist für Herrn B. kein Beleg, eine zu hohe Lautstärke eingestellt zu haben.

Wir, Familie X und ich, bitten Sie, mit Ihrer Autorität als Vermieter auf Herrn B. Einfluß zu nehmen, weil wir unsere Möglichkeiten ausgeschöpft haben und es leid sind, gegen Herrn B.s Ignoranz und Rücksichtslosigkeit vergeblich anzugehen und uns seine entwürdigenden Beschimpfungen gefallen zu lassen.

Mit freundlichen Grüßen

 

Schönes Schreiben, nicht wahr?

 

Ich hoffe sehr, daß ich nicht noch mal so sehr verschlafe. Ich möchte meinen Job behalten!

 

[11:05]

So, selbstverständlich brauche ich mich jetzt nicht hinzulegen, denn ich habe ja ausgeschlafen.

Was Gutes hat die Sache aber auch gehabt: Ich habe vorhin wiedermal zu Hause bei meinen Eltern angerufen.

Mein Vater hat sich sehr gefreut.

Das letzte Mal rief ich am 16.02.04 an. Ich habe also locker 5 Wochen ausgehalten, nicht mit meinen Eltern zu sprechen, was meine Mutter mir gar nicht zutraute. Oder sich selbst nicht?

 

Ich habe bißchen erzählt. Auch von meinem neuen Umgang mit Angst.

Mein Vater sagte, Angst zu haben, ist schlimm. Hat er noch nie gesagt.

Außerdem: Ich habe schon nach einem Grund gesucht, bei dir anzurufen.

Ich sagte: Es hatte ja mit euch nichts zu tun. Ich mußte einige Dinge ausprobieren und neu ordnen. Das ist nur geschehen.

 

Mein Vater sagte: Wenn wir im Lotto gewonnen haben, bezahlen wir für dich jemand, der deine Prüfungen schreibt.

Ich sagte: nein, ich will das selbst tun. Du willst ja auch selbst im Lotto gewinnen und es nicht geschenkt bekommen.

Ja, sagte er, ich will es selbst tun.

 

Mein Vater sagte, er und meine Mutter hätte mich neulich in einem offenen Oper Astra gehen. Er wollte schon werden, so sicher waren sie, daß ich es gewesen bin. Mit Klatze und Brille.

Ich sagte, ich habe seit unserem letzten Telefonat Potsdam nicht verlassen, ich habe gar keine Zeit dazu gehabt.

Nicht gesagt habe ich: Ich wollte auch gar nicht meine kleine Welt verlassen, mußte mich sogar selbst gefangensetzen, um mir sehr, sehr nahezukommen.

 

Nun ist das Projekt abgeschlossen und es gilt die Neuentwicklung im Leben zu überprüfen.

 

[11:30]

Interessant an meinem neuen Umgang mit mir "Angst macht Spaß" ist folgendes:

Als ich sensibel auf meine verschiedenen Ängste reagiert habe, scheinen sie immer größer geworden zu sein bzw. schon ganz kleine Ängste habe mich abgehalten, etwas zu tun.

Jetzt, wo ich mir sage: "Was solls, andere fahren Achterbahn oder springen mit dem Fallschirm von Brücken, um einen Kick zu bekommen und sich vorher fast in die Hosen zu machen, ich gehe nur an die Uni, und das ist sogar noch kostenlos!", scheinen sich meine Angst signalisierenden Seelenteile zu sagen: "Mist, der läßt sich nicht mehr ärgern, dann können wir es auch lassen!"

 

Albtraum "Geier und Wölfe"

Das ist so wie bei folgendem Traum, der mich als Kind lange Zeit mehrmals quälte, bis ich meine Peiniger verbal verjagte:

Ich gehe, obwohl ich nicht darf, auf den Friedhof (warum darf ich nicht? weil es nachts ist oder überhaupt nicht, weil dort der Grabstein meines leiblichen Vaters liegt?), schaue durch die Schlitze gesprungener Grabplatten hinein in die Gruften.

Plötzlich stürzen Geier auf mich herab und kacken auf mich ein: sie wollen meine Augen.

Als wenn das nicht genug wäre, stürmen Wölfe heran und beißen mich in die Arme und Beine.

Ich kann mich nicht wehren, die sind zu stark und in der Überzahl. Ich schreie. Ich habe große Schmerzen.

Dann denke ich: dann sollen sie mich doch auffressen!

Ich rufe: Kommt doch her, ihr häßlichen Geier und pickt auf mich ein! Kommt doch her, ihr stickenden Wölfe und reißt mein Fleisch heraus! Ihr bin stark, ihr könnte mir nicht wehtun!

Sie haben mich gehört und ziehen ab.

Ich sehe auf meine Beine und Arme - alles in Ordnung. Ich fühle mein Gesicht - keine Wunden.

 

Danach hatte ich den Traum nie wieder und konnte ohne "Bestrafung" wieder auf den Friedhof gehen.

So ähnlich scheint es jetzt auch zu funktionieren. Nur könnte ich das (Angst macht Spaß) erst jetzt machen, wo ich mit meinen Trink- und Nikotin-Sucht stabil umgehe.

Hoffe ich zumindest. Ich weiß, ich kann immer wieder rückfällig werden, habe aber das Gefühl, etwas "härter" mit mir umgehen zu können.

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Donnerstag, 25.03.04

[25.03.04, do, 20:00]

Habe heute rund 10 GB Daten von meiner Festplatte gelöscht und Platz für neue Projekte geschaffen.

Außerdem habe ich die Dateien für mein Referat in Entwicklungs-Psychologie herausgesucht.

Das Referat habe ich zwar schon gehalten, hab damals aber nicht gewußt, daß ich nicht nur Handzettel vorbereiten, sondern auch das Referat schriftlich festhalten und abgeben muß.

Das wird noch mal eine Menge Arbeit, habe ich doch nur die Handzettel als Notizen. Ist nicht so mein Fall, ein Referat vollkommen auszuformulieren und dann nur abzulesen.

Na ja, was solls, so glänzend war mein Vortrag damals auch nicht. Einfach nur gelesene Sachverhalten aufzuzählen, stachelt meine Leidenschaft nicht an und als "Buchhalter" einen Vortrag zu halten, hasse ich im Grunde.

Schon solange, ich irgendwelche Reden oder Referate halte.

Ich liebe die freie Rede, das Improvisieren - vorher festgelegte Worte und Abfolgen vorzutragen, ist mir ein Graus!

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Sonntag, 28.03.04 - Sommerzeit

[28.03.04, so, 9:27]

Wieder wurden auf Sommerzeit umgestellt!

Meine Funkuhr hat sie wieder auf Befehl von "oben" selbst umgestellt.

Ich habe nur meine Wecker und eine Armbanduhr umgestellt. Die meisten meiner Armbanduhren bleiben auf Normalzeit.

Nicht Winterzeit, wie uns Ideologen einreden wollen, damit wir Sommer- und Normalzeit gleichwertig einschätzen.

Das stimmt aber nicht: die Normalzeit hat den Sonnenstand als Grundlage: Steht die Sonne im Zenit, ist es 12 Uhr.

Toll kann ich mir die Zeit vorstellen, als jeder Grafschaft ihre eigene Zeit hatte, was solange noch gar nicht her ist.

Ich glaube, erst als die Eisenbahn zum Hauptverkehrsmittel wurde, gabe es in Deutschland nur noch eine Zeit.

Oder wurde dann die 24-Stunden-Zeit eingeführt?

Weiß jetzt nicht, wo ich das gelesen habe ...

 

Wird auch Zeit, daß ich wieder ins Bett kommen. Für mich ist ja jetzt die Zeit nach der Zeitungstour. Da lege ich mich immer hin.

Außerdem habe ich heute auch nicht richtig ausgeschlafen.

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Montag, 29.03.04

[29.03.04, mo, 15:35]

Habe drei meiner Gläubiger angerufen, um auszuhandeln, daß ich die Rückzahlung meiner Schulden wieder für die Zeit, in der ich kein Wohngeld bekomme, unterbreche.

Obwohl ich das schon oft organisiert habe, war es mir jedes Mal sehr unangenehm, hat mich zum Teil sogar geänstigt.

Heute aber nicht. Dabei habe ich mich schon sehr auf die Angst gefreut ;-))

Wie soll ich denn "Angst macht Spaß" umsetzten, wenn ich keine mehr habe! ;-))

 

[17:00]

Mein Freund Micha und ich haben uns einige Zeit nicht gesehen. Ich hatte viel zu tun gehabt, um einen neuen Umgang mit meinen Ängsten zu finden und habe keine Ausmerksamkeit für etwas außerhalb meiner Person gehabt.

Nun habe ich sein wenigen Tagen "Angst macht Spaß" ins Leben gerufen und verlasse meine selbstgewählte Isolation wieder.

Da dachte ich auch, ich könnte Micha ja mal wieder besuchen.

Als ich ihn dann gegen 15 Uhr gegenübertrat, empfang er mich mit den Worten: "Das ging ja schnell!"

Ich wußte nicht, was er meinte.

Er hatte in der Zeit, als ich auf dem Weg zu ihm war, eine Mail geschickt und gefragt, wie es mir geht und so.

Ist schon merkwürdig, wie sowas manchmal geht ...

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