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Sucht

[26.12.98]

Heute erwachte ich mit folgenden Fragen: "Was ist eigentlich Sucht?" und "Werde ich jemals suchtfrei sein?".

Ich schlug in meinen zahlreichen psychologischen Büchern nach. Die Antworten befriedigten mich nicht.

Ich ging ins Internet. Diese Antworten befriedigten meine Neugier eher, zielen sie doch auf ein interessiertes Publikum, nicht auf Menschen, die etwas wissen müssen.

[Anmerkung am 07.01.1999 - Irgendwie klingt das böse, oder? Nun ja, ich habe ja auch eine Uniphobie.]

 

Siehe auch Suchtverhalten.


[05.03.02, di, 18:15]

Sehr lange schon versuche ich herauszufinden, warum ich für Süchte anfällig bin.

Bei meinen Überlegungen gelange ich immer wieder in meine Kindheit: Wenn meine Mutter, mit der ich bis zu meinem 10. Lebensjahr allein lebte, einen guten Tag hatte, gab es was leckeres zu essen. Wenn sie einen schlechten Tag hatte, erst recht.

Oder sie sauste durch die Wohnung und putzte. Oder kaufte sich was Schönes.

Mein Vater war Alkoholiker und starb nicht einmal 30jährig bei einem Verkehrsunfall, den er betrunken verursachte.

Mein Großvater war auch Alkoholiker. Ich habe ihn nur einmal nüchtern gesehen. Zuerst dachte ich, er habe etwas getrunken, weil er völlig verändert war. Dann erschien mir das aber unwahrschleich, weil immer, wenn ich ihn trinken sah, er anders war.

Er wurde zwar älter und starb am Wasser, das er im Körper hatte und das nicht mehr abgebaut werden konnte.

Im Grunde ist es kein Wunder, daß ich eine Suchtpersönlichkeit geworden bin: Genetisch habe ich die Anlagen dazu. Außerdem habe ich nie gelernt, mit inneren Konflikten umzugehen, außer sie durch Räusche jeglicher Art zu dämpfen und zu hoffen, daß sie sich von allein lösen. Oder eben ein Rauschmittel nachzulegen.

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