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Brillen (6) - Brille 18

Fernbrille (Brille Nr. 18)

Brille 18


Nr. 18

Brille 18 Brille 18 b

[28.04.05, do, 13:55]

Brille Nr. 18 hat ein Gestell wie Brille Nr. 15, jedoch mit Gläsern der aktuellen Stärke fürs Fernsehen, in die Lesegläser eingeschliffen sind.

Sie hat selbsttönende, superentspiegelte Gläser.

Heute habe ich sie endlich abgeholt.

Aber schon kurze Zeit, nachdem ich das Geschäft verlassen hatte, merkte ich: das Einschleifen der Nahsehstärke war ein Fehler.

Obwohl die kleinen Fenster bereits 10 Millimeter vom unteren Brillenrand enden, empfinde ich meine Fernsicht zu sehr eingeschränkt, und da ich auch mit der Fernstärke bis auf eine Entfernung von 25 Zentimeter noch lesen kann, brauche ich die Nahfenstern in den teueren selbsttönendnen Gläsern nicht.

Durch die Nahfester wiederrum sehe ich ab 30 Zentimeter Abstand undeutlich, erkenne also die Computertastatur, die ich beim Blick auf dem Monitor im Nahfenster sehen, nur undeutlich, muß deshalb beim Schreiben am PC den Kopf hoch- und runterbewegen. (Wenn ich denn auf die Tastatur sehen muß, was zum Glück selten der Fall ist.)

Nach dem Test meiner neuen Fernstärke beim Optiker vor der Bestellung der Brille war ich überzeugt, ich könnte mit der neuen Fernbrille nicht auch gleichzeitig schreiben. Jetzt stellt sich heraus, daß ich doch schreiben kann, weil ich über 30 Zentimeter mit dem Augen über dem Blatt bin, in einer Distanz also, in der ich durchs Nahfenster undeutlich sehe.

 

Lange Rede, kurzer Sinn: Ich werde mir noch eine Brille machen lassen: eine Fernbrille mit selbsttönenden, superentspiegelten Gläsern ohne Nahfenster.

Mit der kann ich dann am PC arbeiten, spazieren gehen, laufen, Auto fahren und lesen und schreiben.

Lese und schreibe ich länger, setze ich meine Lesebrille auf.

 

Vielleicht werde ich schon bei der nächsten Brille nicht mehr auf ein Nahfenster verzichten können, weil ich mit der Fernstärke unter 50 Zentimeter Entfernung nicht mehr lesen kann.

 

Eigentlich wollte ich bereits morgen die neue Brille bestelle, aber ich werde noch etwas warten. Vielleicht gewöhne ich mich doch noch an die (blöden) Nahfenster - 230 Euro für zwei Brillen in kurzer Zeit auszugeben, ist mir schon zu viel Geld.

 

[18:45]

Vermutlich sind die Nahfenster meiner Fern/Nah-Brille nicht 1,25, sondern etwas stärker.

Die Entfernung, mit der ich am besten durch die Nahfenstern sehen kann, beträgt 15 bis 20 Zentimeter.

Sitze ich am Schreibtisch und lese von einem Blatt (es liegt 35 Zentimeter unter meinem Augen), erscheint die Schrfit durch die Ferngläser zwar kleiner, aber deutlicher als durch die Lesegläser.

Liegt jedoch ein dicker Buch vor mir, erscheint die Schrift durch die Lesegläser nicht nur größer, sondern auch deutlicher als durch die Ferngläser.

Mit meiner Lesebrille lese ich die Schrift auf dem Blatt sogar noch deutlich, wenn ich sehr aufrecht sitze, mich fast schon erhebe (bis 50 Zentimeter).

Allerdings kann ich die Schrift auf dem Monitor, die über 60 Zentimeter entfernt ist, deutlicher mit meiner Fernbrille lesen.

Insofern ist fürs Arbeiten am PC meine Lesebrille optimal.

Perfekt wäre also meine Fern/Nah-Brille, wenn die Nahfenster die Stärke der Lesebrille hätten, die Lesefenster etwas größer und breiter wären und die Brille nicht selbsttönend.

 

Stellt sich die Frage, ob ich diese Brille machen lasse und meine derzeitige Fern/Nah-Brille für unterwegs nehme oder ob ich mich an die gewöhne, vielleicht hoffe, daß ich bald eine stärke Lesebrille brauche und mir eine selbsttönende Fernbrille ohne Nahfenster machen lasse.

Jetzt ist die Brille 18 werde fürs Arbeiten am PC noch für unterwegs optimal.

 

[22:34]

Bevor ich das Brillengestell habe an meinen Kopf anpassen lassen, setzte ich die Brille auf und prüfte die Sehschärfe sowie ließ die Höhe der Nahfenster messen.

Sie sollten 10 Millimeter sichtbar sein, und da das Glas im Brillenrahmen sitzt, ließ ich 11 Millimeter eintrage.

Die Kollegin maß und sagte, 9,9 Millimeter.

Darauf sagte ich: Schön! 10 sollten es sein, deshalb haben wir 11 angegeben.

Jetzt habe ich nachgemessen: das Fenster ragt 12,5 Millimeter in die Brille hinein!

Leider habe den Zettel, auf dem die Maße notiert wurden, nicht mehr. Er wurde bei Fielmann entsorgt zusammen mit der Tüte, in der die Brille war. Ich habe nur noch den Brillenpaß, und auf dem stehen 13 Millimeter.

O Mann, so viel Ärger habe ich noch nie mit einer Brille gehabt, die ich bei Fielmann anfertigen ließ!

 

[22:58]

Also: die Nahfenster sind nicht nur etwas zu stark, weshalb ich durch sie am besten sehen, wenn das Objekt 15 bis 20 Zentimeter entfernt ist, sie sind auch noch zu groß, weshalb ich beim Gehen mit Blick frei geradeaus, zu sehr eingeschränkt werde.

Gleichzeitig sind die Nahfenster aber nicht so hoch, daß ich gut mit ihnen am PC arbeiten könnte (wenn sie denn die richtige Stärke hätten): durchs Fernglas auf den Monitor sehen, durchs Nahglas auf die Tastatur und auf Blatt oder Buch zwischen ihr und mir.

Aber ich bin ja selbst schuld: warum liege ich beim Lesen nicht auf dem Schreibtisch! ;-)


[29.04.05, fr, 13:00]

Fielmann hat die Brille anstandslos zurückgenommen und fertigt eine neue an.

Zwar hat man nicht herausgefunden, weshalb die Nahgläser mit falscher Stärke angefertigt wurden, aber das ist im Grunde auch egal, weil Brille 18 in dritter Auflage keine Nahfenster haben wird.

Nahgläser bzw. Lesebrille brauche ich nur, wenn ich kleine Schrift oder lange lese.


[30.04.05, sa, 10:02]

Oder wenn ich am PC arbeite, wie mir klar geworden ist, nachdem ich vorgestern mit der Fernbrille auf dem Monitor las.

Der Monitor befindet sich nicht mehr im optimalen Sichtbereich der Lesebrille, weil meine Augen über 60 Zentimeter von ihm entfernt sind.

Deshalb brauche ich wohl eine Brille 19 als Fernbrille mit eingeschliffenen Nahfenstern bzw. Gleitsichtbrille zwar mit superentspiegelten, aber ohne selbsttönende Gläser, weil ich sie nicht draußen tragen werde.


[09.05.05, mo, 17:15]

Habe meine neue Fernbrille abgeholt.

Sie jetzt keine brauen, sondern graue, selbsttönende, superentspiegelte Gläser.

Die grauen Gläser passen nicht nur besser zum grauen Rahmen, sie geben Kontaste und Farben natürlicher wieder.

 

Nebenbei: ist die dritte Neuanfertigung:

  1. Vorzeichen auf der Bestellung wurden falsch gelesen und umgesetzt: Mit den Ferngläsern konnte ich sehr gut lesen, mit den Lesegläsern gar nicht.
  2. Die Ferngläser waren in Ordnung, die Lesegläser zu stark, so daß ich nur auf sehr kurze Entfernung durch die Lesegläser lesen konnte.
  3. Die Ferngläser sind in Ordnung. Auf die eingeschliffenen Lesegläser habe ich verzichtet.

 

Unterm Strich hat meine Fernbrille 89,50 Euro gekostet. Die selbsttönende, super-entspiegelte Gläser in einem "alten" Gestell.

 

Mit ihr kann ich auch gut am PC arbeiten, auch wenn ich mit der Lesebrille die Schrift etwas größer sehe.

Jedoch wird die Schrift ab 70 Zentimeter weniger scharf - klar: wenn ich am ausgestreckten Arm lese, ist die Schrift 60 Zentimeter entfernt.

Vielleicht lasse ich mir noch eine Brille mit Fern- und Nahgläsern machen, allerdings ohne selbsttönende Schreiben, nur superentspiegelt zum Arbeiten am PC und für die Uni.

Aber das ist noch nicht spruchreif, denn auch mit der Lesebrille kann ich gut am PC arbeiten bzw. mit der Fernbrille in der Ferne lese und auf dem Blatt schreiben, so lange meine Augen mindestens 30 Zentimeter über dem Blatt sind.


[17.09.06, so, 17:00]

Wenn ich am PC arbeite, habe ich fast immer meine Lese-Brille auf. Zwar kann ich auch gut mit meiner Fern-Brille lesen, meine Augen müssen sich aber immer umstellen, wenn ich auf die Tastatur oder ein vor ihr liegendes Blatt Papier sehe.

Im Grunde trage ich zu Hause nur meine Lese-Brille, unterwegs nur meine Fern-Brille. Meine Lese-Brille nehme gar nicht mit, wenn ich das Haus verlasse, weil ich auch mit meiner Fern-Brille gut lesen kann - vorausgesetzt, ich lese nicht längere Zeit.

Das wird sich wohl aber ändern, wenn ich mir beide Brillen in neuen Stärken machen lasse, weil der Unterschied zwischen Fern- und Lese-Brille stärker sein wird.

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